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(Info) Hacker-Alarm bei ASOS: Was Kunden darüber wissen sollten!

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Unbekannte Angreifer haben offenbar Zugriff auf ein System des britischen Modehändlers ASOS erlangt. Über die offizielle App veröffentlichten sie eine Nachricht, in der sie mit der Veröffentlichung angeblich gestohlener Daten drohen. Noch ist unklar, wie weit der Angriff tatsächlich reicht und ob Kundendaten betroffen sind. Nutzer sollten vorsichtshalber nicht auf den in der Nachricht genannten Link klicken.

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Normalerweise informiert ASOS seine Kunden per Push-Mitteilung über Bestellungen, Angebote oder andere Neuigkeiten. Am Dienstag tauchte dort jedoch eine ungewöhnliche Nachricht mutmaßlicher Hacker auf. Unter der Überschrift „ASOS hacked“ richtete sie sich ausdrücklich an die IT-Abteilung und den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens.

Die Absender behaupten, Zugriff auf ein wichtiges Datensystem von ASOS erlangt zu haben. Ob dabei tatsächlich Kundendaten gestohlen wurden, ist bislang nicht bestätigt.

Angreifer fordern Kontakt zu ASOS

In der Nachricht erklären die mutmaßlichen Angreifer, die Snowflake-Instanz von ASOS vollständig kompromittiert zu haben. Snowflake ist eine cloudbasierte Plattform, über die Unternehmen große Mengen an Daten speichern, verarbeiten und analysieren können.

Die Hacker fordern ASOS dazu auf, über einen angegebenen Telegram-Kanal Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Sollte das Unternehmen nicht reagieren, drohen sie damit, die angeblich erbeuteten Daten zu veröffentlichen.

Wer hinter dem Angriff steckt und welches Motiv die Täter haben, ist bislang unbekannt. Dass die Nachricht über die offizielle ASOS-App verbreitet werden konnte, deutet darauf hin, dass die Angreifer zumindest Zugriff auf das System für Push-Mitteilungen erlangt haben könnten. Wie dieser Zugriff zustande kam, ist derzeit ebenfalls offen.

ASOS vertreibt über seine Website und App vor allem Kleidung, Schuhe, Accessoires und Kosmetik. Zum Zeitpunkt der ersten Berichte hatte das Unternehmen den mutmaßlichen Cyberangriff noch nicht öffentlich bestätigt. Auch Angaben zu möglicherweise entwendeten Daten lagen zunächst nicht vor.

Welche Kundendaten könnten betroffen sein?

Über Snowflake soll ASOS unter anderem das System Simon AI einsetzen. Dort können Informationen über das Einkaufs- und Nutzungsverhalten von Kunden in individuellen Profilen zusammengeführt werden. Auch demografische Angaben können Bestandteil solcher Profile sein.

Möglicherweise gespeicherte Informationen reichen damit über klassische Bestelldaten hinaus. Dazu könnten beispielsweise Angaben zu Kleidungsgrößen oder Körpermaßen gehören.

Allerdings gibt es bislang keinen Beleg dafür, dass die mutmaßlichen Angreifer tatsächlich auf diese Informationen zugreifen oder sie kopieren konnten. Deshalb ist derzeit auch nicht bekannt, ob und in welchem Umfang Kunden unmittelbar betroffen sind. Ein Zugriff auf weitere Systeme wurde ebenfalls nicht bestätigt.

Website und App weiterhin erreichbar

Die Website und die App von ASOS waren nach Bekanntwerden der verdächtigen Push-Nachricht weiterhin erreichbar. Abgesehen von der ungewöhnlichen Mitteilung gab es zunächst keine offensichtlichen Hinweise auf einen größeren Angriff. Auch eine sichtbare Manipulation der Website war nicht festzustellen.

Kurz vor 10 Uhr registrierte Downdetector zeitweise fast 500 Meldungen über mögliche Probleme mit der ASOS-Website. Bis 9.41 Uhr sollen Website und App weitgehend normal funktioniert haben. Unklar blieb, ob tatsächlich technische Störungen vorlagen oder ob Nutzer aufgrund der Hacker-Nachricht vermehrt Probleme meldeten.

Auch an der Börse blieb der Vorfall nicht ohne Folgen. Die ASOS-Aktie verlor zeitweise rund 11% an Wert. Dabei hatte sich der Kurs seit Jahresbeginn zuvor um mehr als 70% verbessert.

Für Kunden gilt damit zunächst: Ruhe bewahren, verdächtige Links und Kontaktaufforderungen nicht anklicken und keine persönlichen Daten an unbekannte Absender übermitteln. Entscheidend ist, ob ASOS den Vorfall offiziell bestätigt und welche Informationen zu einem möglichen Datenabfluss veröffentlicht werden.

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