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(Info) Höhere Sozialabgaben ab 2027: So viel weniger Netto könnte übrig bleiben

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Pflege, Aktuelle Ratgeber
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Ab Januar 2027 könnten Gutverdiener in Deutschland spürbar weniger Netto vom Gehalt übrig haben. Das Bundeskabinett hat höhere Einkommensgrenzen für die Sozialversicherung beschlossen. Besonders betroffen sind Beschäftigte mit hohen Einkommen, da künftig ein größerer Teil ihres Gehalts für die Berechnung der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge berücksichtigt werden soll.

Am stärksten steigt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung: von derzeit 5.812,50€ auf 6.375€ monatlich. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung soll sie von 8.450€ auf 8.850€ steigen. Wer unterhalb der bisherigen Grenzen verdient, muss allein durch diese Anpassungen grundsätzlich keine höheren Beiträge zahlen.

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Tabelle - Quelle: finanz.de

Wie groß die zusätzliche Belastung ausfällt, hängt vom Einkommen, den individuellen Versicherungsbeiträgen und weiteren Faktoren ab. Bei einem gesetzlich versicherten Arbeitnehmer mit mindestens 6.375€ Bruttogehalt im Monat könnten die zusätzlichen Sozialabgaben unter bestimmten Modellannahmen rund 59€ monatlich betragen. Bei sehr hohen Einkommen, die auch über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung liegen, sind insgesamt mehr als 100€ zusätzliche Beiträge pro Monat möglich.

Auch die Grenze für einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wird angehoben. Die sogenannte Versicherungspflichtgrenze soll von 77.400€ auf 84.150€ Jahresbrutto steigen. Beschäftigte müssen damit künftig ein höheres regelmäßiges Einkommen erzielen, um grundsätzlich zwischen den beiden Versicherungssystemen wählen zu können.

Die Bundesregierung begründet die Anpassungen mit der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung sowie dem Ziel, die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren. Allerdings ist noch nicht alles endgültig beschlossen: Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom 7. Oktober 2026 muss der Bundesrat der Verordnung noch zustimmen. Erst dann steht fest, ob die neuen Grenzen wie geplant zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Fragen an euch:

  • 1. Verdient ihr mehr als 5.800€ brutto im Monat und müsst ab 2027 mit weniger Netto rechnen?
  • 2. Findet ihr es gerecht, dass Gutverdiener künftig höhere Sozialabgaben zahlen sollen, oder geht die Mehrbelastung zu weit?

Quelle: finanz.de

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